Man sagte mir mal, dass doch erst die Tatsache das die eine Hand nicht weiß was die Andere macht, das Markenzeichen einer Hochschule sei. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, bin aber der Überzeugung, das es zutreffend ist.
Besonders deutlich wird dies, beim Korrigieren einer Klausur. Bei uns macht das eine handvoll dressierter Affen, manchmal auch HiWis. Wir haben keine Multiple Choice Klausuren, sondern bei uns wird haufenweise Text fabriziert. Das ganze geht dann an eine Meute Studenten die das ganze zu einem Hungerlohn nach einer Lösungskizze auswertet. Hier fängt das ganze Glückspiel dann an. Man weiß einfach nicht an wen man gerät. Den Pedanten oder Wichtigtuer? Oder erwischt man doch mal jemand nettes, der einem versucht noch einen Punkt mehr zu geben?
Kann man nicht sagen! Wäre an und für sich nicht so schlimm, weil man eigentlich wenigstens soviel wissen sollte, dass es zum Bestehen reicht – egal wer korrigiert. Ärgerlich wird es erst, wenn einem Dozenten raten, das man alles was offensichtlich ist doch raus lassen soll – kostet eh nur Zeit und keiner will das wissen. Lässt man die offensichtlichen und unstrittigen Sachen also raus, bekommt man dann vom Korrektor zu hören, das der Prüfungsaufbau nicht so ganz vollständig ist. Am Ende weiß man nicht mehr an welches Prüfungsschema man sich nun halten sollte, weil man die Vermutung hat, das man es nur falsch machen kann.
Ein halbes Dutzend Korrektoren und ein vermutlich auch ein halbes Dutzend Meinungen.
Zugegeben, der Stapel wirkt etwas arrangiert und die Packung mit Schokonüssen ist schon lange vernichtet, aber das Bild sollte ja auch Eindruck machen. Niemand findet gnadenlos sortierte Stapel sonderlich eindrucksvoll. PS: Mein Lernen auf Klausuren ist wesentlich strukturierer als der Stapel den Anschein erweckt.