Es war eine kühle Nacht in der sich einige Wolken vor den hell erleuchteten Vollmond schoben, die Szenerie in gespenstisch fahles Licht tauchten. Eine Eule gab in der Ferne ein Geräusch von sich, die Fensterläden klapperten, von einem Windstoß erfasst. Das alte Haus ächzte unter dem Wetter und nur dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, das hinter einem der Fenster noch Licht an war. Tap..Tap… leise Schritte waren zu vernehmen. Leise Schritte die sich langsam ihren Weg durch den Garten suchten, zielstrebig auf das Anwesen des Herr T. zu bewegten. Dieser war nichts ahnend in seine Lektüre vertieft und erfreute sich an dem prasselnden Feuer im Kamin. Die alte Standuhr in der Ecke des Raums schlug Mitternacht. Und es war nicht irgendein Schlag, sondern der Schlag der Freitag den 13ten ankündigte. In alter Gutsherrenart blieb Herr T. natürlich sitzen. Aberglauben und Mumpitz! Diese Dinge wurden bei ihm noch nie sonderlich hoch gehandelt. Doch dann hörte er es auch…tap. Und da war es wieder: Tap, tap. Dann wurde die Stille jäh durch ein dumpfes Geräusch unterbrochen. Dem Herr T. gefror das Blut in den Adern und er wagte es nur langsam sich herum zu drehen und einen Blick zum Fenster zu werfen. Stille. Leere. Er wunderte sich. An dem Fenster war nichts zu erkennen, dabei hatte er eindeutig gehört, wie etwas dumpf an die Hauswand geschlagen war. Konnte er es wagen nachzusehen? War doch etwas wahres dran, am Freitag den 13ten? Er nahm sich zielsicher einen Baseballschläger aus der einen Ecke seiner Bibliothek (Nein, nicht nachfragen. Warum sollte man keinen Baseballschläger in seiner Bibliothek haben?) und setzte sich wieder langsam in Richtung des Fensters in Bewegung. Was er da sah, lies ihn frösteln. Sie hatte nur um Haaresbreite sein Fenster verfehlt. Und was Fenster heute alles kosten! Er verdrehte die Augen und bedankte sich innerlich mehrmals, das sie so schlecht im Werfen war. Er nahm unten das Stöckchen an sich um es ins Haus zu nehmen, ehe es mehr Schaden anrichten konnte. (weiterlesen…)