So. Nachdem ich im Rahmen meines Studiums auch das eine oder andere Praktikum ableisten muss, habe ich in diesen Semesterferien die Chance ergriffen und mich als Praktikant am Amtsgericht Frankfurt eingefunden. Zum momentanen Zeitpunkt befinde ich mich schon am Ende der dritten Woche und habe daher schon einiges hinter mir – Zeit zum Zusammenfassen.
Vorab: Falls einer nach Gerichtspraktikum sucht und das hier findet, sei gesagt es ist genug Zeit um nebenbei eine Hausarbeit fertig zu schreiben. Das ist als sehr positiv anzusehen und definitiv Studenten freundlich. Hauptsächlich findet man sich Mittags und Vormittags ein, so das der Nachmittag frei ist, das kann natürlich bei Außenterminen variieren.
Was ich bei so einem Praktikum mache? Hauptsächlich sitze ich bei Prozessen bei, die im Anschluss noch einmal besprochen werden, vor allem hinsichtlich dem Ablauf des Verfahrens und der Urteilsfindung. Reichlich Einblicke in die Verschiedenen Abteilungen und Aufgaben des Gerichts gibt es auch.
Ich hatte mir das ganze sehr viel langweiliger vorgestellt, wenn ich mich an die ersten Verfahren erinnere die ich zu Anfang meines Studiums angesehen hatte – heute ist das allerdings gänzlich anders. Mit einem grundsätzlichen Verständnis der Materie und Wissen über die einzelnen Gesetze, macht es wesentlich mehr Spaß dem ganzen zu folgen, vor allem anschließend mit seinen Kommilitonen zu diskutieren. Zur Auflockerung der täglichen Gerichtsbesuche gibt es außerdem recht viele Außentermine. Wie oft man aus dem Gericht raus kommt, hängt allerdings auch stark davon ab, wem man zugeteilt ist. Einige Praktikumsleiter sind fast nie im Gericht, pflastern aber alles mit Außenterminen zu, andere mache es umgekehrt.
Um einmal über die ominösen Außentermine zu erläutern: Da kann alles mögliche dabei sein, von der Gerichtsmedizin bis hin zur Bundespolizei, auch Großkanzleien und die Aservatenkammer.
So weit erstmal. Ich denke ich werde dazu später noch ausführlicher schreiben.